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Der
Pantheon der hinduistischen Götterwelt beherbergt eine Vielzahl
von überirdischen Wesen. Der Buddhismus ist geprägt von einer
Weite des Geistes, die sich in vielen Darstellungen des
Gründervaters dieser Glaubensrichtung zeigt, die mehr
Philosophie und Lebensschule ist als Religion. Die plastische
und figürliche Darstellungen von Gottheiten ist so alt wie die
beiden Weltreligionen selbst. Neben Holz und Stein zählt in
Bangladesh seit dem späten ersten Jahrtausend auch Metall zu den
bevorzugten Grundmaterialien. Das technische Verfahren des
Metallgusses wurde während der Pala-Dynastie (800 bis 1100 nach
Christus) eingeführt. Diese Kunsthandwerk hat bis heute
überlebt. Zentrum dieser religiös motivierten Metallgiesserei
ist das Dorf Dhamrai, wo vor allem Hinduisten leben. Während
andernorts längst industrielle Verfahren angewendet werden,
pflegen einige wenige Familien noch die wesentlich aufwendigere
kunsthandwerkliche Methode. Zu ihnen zählt die Familie Banik, wo
das technische Know-how seit über zwei Jahrhunderten von
Generation zu Generation weitergegeben wird. Die Ausbildungszeit
dauert mehrere Jahre. Es gilt, verschiedene Gusstechniken zu
erlernen: Lehm-, Sand-, Löffel- und Plattenguss, die „Lost
Wax“-Methode und dazu verschiedene Legierungen, die dem
Gussstück ein individuelles Äusseres bescheren. Sukanta Banik,
der den Betrieb heute leitet, sieht sich als Garant dieses
historischen Erbes.
Die in St. Gallen
präsentierten Exponate stammen alle aus seinem Familienbetrieb.Seit
Generationen nutzen bengalische Handwerker verschiedenste
Techniken um gegossene Metallfiguren herzustellen. Die Plastiken
und Figuren stellen kultische Themen oder Götter des Buddhismus
oder Hinduismus dar. Diese Tradition wird seit Jahrhunderten und
nur von bestimmten gesellschaftlichen Gruppen in wenigen
Gegenden des Landes gepflegt.
 Dhamrai Kunstwerke:
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